„You talkin’ to me?“ Jan Neukirchen

Opening 31.1.2020 19 h - end 22.2.2020


In Jan Neukirchens Ausstellung „You talkin’ to me?“ steht die Auseinandersetzung mit gesprochener Sprache im digitalen Raum im Vordergrund. Seine algorithmisch betriebenen Echomaschinen geben Textpassagen untereinander weiter und lassen so die Worte im Raum kreisen. Das Publikum kann dem Inhalt folgen, indem es sich zwischen den Lautsprechern und Mikrofonen bewegt. Bei der Übertragung werden Missverständnisse unterschiedlichster Art erzeugt, während im gesprochenen Text zwischen den künstlichen Intelligenzen der Maschinen immer neue Inhalte entstehen. Auf spielerische Weise werden Fragen nach dem Langzeitgedächtnis der Cloud und dem schöpferischen Potential der bereits alltäglich gewordenen Sprachassistenten erfahrbar gemacht. 

Die zweite Arbeit „Kommunikationsbäume“ basiert auf Unterhaltungen auf der Internetplattform Reddit.com. Hier erzeugen Algorithmen aus der Kommunikation Klang- und Bilddaten, die in einer Videoanimation visualisiert und als plastische Form mittels eines 3D-Druckers ausgegeben werden. Diese machen die unsichtbare Struktur des textbasierten Austausches im digitalen Raum sichtbar und offenbaren Muster im Zusammenwirken von hunderten von Teilnehmenden. 

Kuratiert von Elisabeth Lumme und Michael Kröger

 

Der Titel "You talkin' to me?“ ist ein Zitat aus dem Kultfilm Taxi Driver.

Save the date: Künstlergespräch Donnerstag, 20.2.2020 19 Uhr (in Kooperation mit der VHS Osnabrück und dem Museums- und Kunstverein Osnabrück

 

Englisch

 Jan Neukirchen's exhibition "You talkin' to me?" focuses on the examination of spoken language in digital space. His algorithmically operated echo machines pass pass passages of text on to one another, thus making the words circulate in space. The audience can follow the content by moving between the speakers and microphones. During transmission, misunderstandings of various kinds are created, while in the spoken text, new content is constantly being created between the artificial intelligences of the machines. In a playful way, questions about the long-term memory of the cloud and the creative potential of the speech assistants, who have already become commonplace, are made tangible. 

The second work "Communication Trees" is based on conversations on the internet platform Reddit.com. Here, algorithms generate sound and image data from communication, which are visualized in a video animation and output as a plastic form using a 3D printer. These make the invisible structure of text-based exchange in digital space visible and reveal patterns in the interaction of hundreds of participants. 

Curated by Elisabeth Lumme and Michael Kröger

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

 

The title "You talkin' to me?" is a quotation from the cult film Taxi Driver.

 

Save the date: Artist Talk Thursday, 20.2.2020 7 p.m. (in callaboration with VHS Osnabrück and Museums- und Kunstverein Osnabrück

 


Vermittlung I Educational Program

Kunst? Natürlich! Und eben anders.
Kunst kennenlernen: hase29 geht neue Wege in der Kunstvermittlung - Kinder ab 2, Jugendliche und junge Erwachsene begegnen in unseren dialogischen Ausstellungsrundgängen auf spielerische Weise und ohne Berührungsängste Kunstwerken.

 

Neue Medien: 360 ° Wir gestalten Kunst mit Weitblick
Schülerinnen und Schüler gestalten ein virtuelles Museum mit spannenden Rundgängen. Kinder und Jugendliche lernen unter der Leitung von Medienprofi Stefan Hestermeyer und Künstlerin Birgit Kannengießer in Zusammenarbeit mit Motion Media Osnabrück wie man in einer 360° Ausstellungsrundschau neue und spannende Perspektiven schafft und ein virtuelles Suchspiel gestaltet.


MEHR INFORMATIONEN FÜR LEHRENDE UND BETREUER*INNEN 

Art? Of course! And just different.

Getting to know art: hase29 breaks new ground in art mediation - children aged 2 and over, young people and young adults encounter works of art in a playful way and without fear of contact in our dialogic exhibition tours.

 

New media: 360 ° We design art with vision

Pupils create a virtual museum with exciting tours. Under the direction of media professional Stefan Hestermeyer and artist Birgit Kannengießer, children and young people will learn, in collaboration with Motion Media Osnabrück, how to create new and exciting perspectives in a 360° exhibition review and how to create a virtual search game.

 

For more information klick here.



////  Vorschau 2020 //// Upcoming  in 2020////


Marathon der Zeichnung V

Offenes Atelier  Beginn Montag, 24. Februar 2020 – Ende Samstag, 29. Februar 2020

Ausstellungseröffnung Sonntag, 1. März 2020 um 11 Uhr                                                                          Ende der Ausstellung Mittwoch, 4. März 2020

 Zwölf Stunden täglich, und zwar jeweils zwischen 10 Uhr und 22 Uhr, nutzen bildende KünstlerInnen und Kunststudierende den Kunstraum hase 29 als Großatelier. Sie arbeiten dort und präsentieren ihre Arbeiten. Das offene Atelier ist zu dieser Zeit auch für das Publikum zugänglich. Im Anschluss werden die Arbeiten vom 2.3. bis 4.3. ausgestellt.

In Kooperation mit TOP.OS – Verein für neue Kunst e. V. Osnabrück

 


Alles Easy I Kevin Bauer & Samuel Treindl

Road Trip I Factory I Exhibition 6.3. - 11.4.2020

Aufbau Factory / SET UP FACTORY  6.3. - 13.3.2020

Offene Werkstatt und Künstlergespräch/                                                                                                      Open factory and Artists' Talk    13.3.2020 - 20.3.2020

Die Künstler Kevin Bauer (Den Haag/NL) und Samuel Treindl (Münster/D) haben sich im Herbst 2019 auf eine künstlerische Forschungsreise begeben. Ihr Road Trip hat sie auf einer Route zwischen Den Hag, Münster und Osnabrück an zahlreiche Orte geführt, wo sie unterschiedlichste Werkstoffe sowie Kenntnisse und Erfahrungen von Produktionsprozessen gesammelt haben, die sie der Öffentlichkeit im Rahmen eines Kunstprojektes vorstellen wollen. Ab Freitag, 6. März 2020 richten die beiden Künstler im Kunstraum hase29 ihre „Factory“ ein und verwandeln den Ausstellungsraum in einen Ort für experimentelle Produktionsverfahren. Das Publikum ist zur Mitwirkung eingeladen. Sowohl während der Einrichtung der Factory als auch bei der Zusammenstellung der Materialsammlung können Besucherinnen und Besucher beim Aufbau mitwirken also auch Dinge beisteuern, die in der Factory zu neuer Funktion gelangen können.  

Über einen Zeitraum von zwei Wochen entsteht eine raumgreifende Installation, die sowohl dem Geplanten als auch dem Zufälligen viel Raum lässt. 

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English

 

The two artists Kevin Bauer (The Hague/NL) and Samuel Treindl (Münster/D) went on an artistic research trip in autumn 2019. Their road trip took them on a route between Den Hag, Münster and Osnabrück to numerous places where they collected various materials as well as knowledge and experience of production processes, which they want to present to the public as part of an art project. From Friday, 6 March 2020, the two artists will be setting up their "Factory"  hase29 art space, transforming the exhibition space into a place for experimental production processes. The audience is invited to participate. Both during the installation of the Factory and during the compilation of the collection of materials, visitors can also contribute to the construction of the exhibition, i.e. things that can take on new functions in the Factory.  

Over a period of two weeks, a space-consuming installation is created that leaves plenty of room for both the planned and the random. 

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IKT Congess 2020 zu Gast im Kunstraum hase29

Osnabrück, 2.  April 2020

Der Kunstraum hase29 ist Gastgeber für internationale Kuratorinnen und Kuratoren, die vom 31.3. bis 5.4.2020 Museen und Kunstvereine im Raum Osnabrück, Herford, Bielefeld und Münster sowie im Ruhrgebiet besuchen. hase29 ist Mitglied des Organisationsteams, das gemeinsam mit der Kunsthalle Osnabrück und dem Museum Marta Herford die ca. einwöchige Tagung vorbereiten und ausrichten wird.

 

IKT Congess 2020 guest in hase29

April, 2nd 2020
Kunstraum hase29 will be hosting international curators who will visit museums and art associations in the area of of Osnabrück, Herford, Bielefeld and Münster as well as in the Ruhr district between 31 March and 5 April 2020. hase29 is a member of the organising team which, together with Kunsthalle Osnabrück and Museum Marta Herford, will prepare and organise the one-week conference.


hold on tight till the end of the ride I Nartur Kunstgruppe

9.5. - 6.6.2020 //// Opening 8. Mai 202

Die Bildformate der Künstlergruppe Nartur sprengen die Grenzen des Ausstellungsraums und fordern das Publikum zu neuer Orientierung heraus. Ihr Bilder-Machen aktiviert ein entdeckendes Sehen-Wollen des Publikums. Statt sorgsam ausgeleuchteter Bilder mutieren die Bildträger zu Beleuchtungskörpern, und vermeintliche Kunstwerke entpuppen sich als gebrauchsfähige Gegenstände, die beliebig im Raum verschoben oder benutzt werden können. Der Kunstraum hase29 wird zur ebenso realen wie fiktiven Baustelle für ein beweglich gewordenes Erkunden von visuellen Assoziationen.

 

The image formats of the artist group Nartur go beyond the boundaries of the exhibition space and challenge the audience to a new orientation. Their picture-making activates an audience's desire to discover and see. Instead of carefully illuminated images, the image carriers mutate into lighting fixtures, and supposed works of art turn out to be usable objects that can be moved or used anywhere in the room. The art space hase29 becomes a construction site that is as real as it is fictitious for an exploration of visual associations that has become mobile.

 


Reifezeit - zwischen Aufbruch und Albtraum

Adolescence - Between Departure and Nightmare

Nevin Aladag I Marco Castillo I Monica Cosnowska I Clemens Krauss I Simone Lucas I Carlos martiel I Britta Thie

27.6. - 12.9.2020 //// Opening 26. Juni 2020 19 Uhr

Coole Widersprüche – Hybride Phantasien

 

Welche Fragen bewegen junge Menschen heute? Welche Widersprüche werden heute als existentiell erfahren? Wie prägen verschiedene politische Systeme das Lebensgefühl der Gegenwart? Im globalen Vergleich von extrem unterschiedlichen Jugendkulturen beleuchten die Werke der Ausstellung sowohl politische als auch soziale und psychologische Aspekte von „jungen Lebenswelten“.

So wirft beispielsweise das Video des kubanischen Künstlers Marco Castillo „Generación“ einen Blick auf die kulturellen Differenzen, denen die Generation der Millennials in Kuba ausgesetzt ist. Junge Menschen in einem Land mit sowjet-revolutionärer Prägung leben im Spannungsfeld von Urbanität, deren verblichener Modernismus eine verführerische Unbeschwertheit hervorruft, die aber nicht folgenlos bleibt.

Carlos Martiels Video „Prodigal Son“ weckt sowohl Assoziationen an extrem körperbezogener Initiationsriten als auch Fragen zu autobiografischen und politischen Motiven. Der Künstler heftet die Medaillen, die seinem Vater für seine patriotischen Verdienste als Polizeibeamter verliehen wurden, direkt in die Haut seines Oberkörpers. Ob dies ein Akt der Auflehnung oder Aneignung ist, bleibt offen.

Britta Thies Video „Powerbanks“ inszeniert in einem Konsumtempel für elektronische Geräte ein Szenario, in dem die jugendlichen Protagonisten sich gleichzeitig ihrer hemmungslosen Konsumlust und generationstypischen Coolness hingeben. Entsprechend cool ist auch das Möbelstück, das die Künstlerin als Oase mit digitalen Ressourcen für jugendliche Besucher entworfen hat.

Clemens Krauss´ lebensgroßes Körperportrait aus Weichkunststoff ruft eine Mischung aus Verwunderung und Scham über die vergängliche, selbst erinnerte Körperlichkeit hervor. Monica Cosnowskas Portraits zeigen Kinder mit dem Ausdruck einer Art von erwachsenen Ernsthaftigkeit, die in der Lage sind, sich selbst als Geschöpfe zu erkennen, die ihr Leben noch vor sich haben. Während Nevin Aladags Videoarbeit mit Tanzschritten geradewegs in eine lebensbejahende Leichtigkeit mit Sinn für Spontaneität führt, inszeniert Simone Lucas eine junge hybride Phantasiefigur in der unsicheren Zone zwischen Sein und Schein, Kunst und Nichtexistenz. Der kurze Hinweis im Bild „Mich gibt es nicht“ erinnert an frühe existenzielle Zweifel, die Jugendliche in ihrer Reifezeit oftmals in sich spüren.

 

Die Werke scheinen in extremer Widersprüchlichkeit zueinander zu stehen. Jedes einzelne vermittelt überraschende Einblicke in die Sinnsuche der jungen Generation, die Konsumlust ebenso kennt und praktiziert wie sie unter der Ungewissheit von ungewissen Existenz- und Zukunftsängsten leidet.

 

English

Cool contradictions - hybrid fantasies

What are the questions that move young people today? Which contradictions are experienced as existential today? How do different political systems shape the attitude to life of the present? In a global comparison of extremely different youth cultures, the works in the exhibition shed light on political as well as social and psychological aspects of "young life worlds".

For example, the video by Cuban artist Marco Castillo "Generación" takes a look at the cultural differences that the generation of the millennium in Cuba is exposed to. Young people in a Soviet-Revolutionary country live in the field of tension of urbanity, whose faded modernism evokes a seductive light-heartedness that does not remain without consequences.

Carlos Martiel's video "Prodigal Son" evokes both associations with extremely body-related initiation rites and questions about autobiographical and political motives. The artist staples the medals awarded to his father for his patriotic services as a police officer directly into the skin of his upper body. Whether this is an act of rebellion or appropriation remains open.

Britta Thies video "Powerbanks" stages a scenario in a consumer temple for electronic devices in which the young protagonists simultaneously indulge their unrestrained consumerism and generational coolness. The piece of furniture, which the artist has designed as an oasis of digital resources for young visitors, is correspondingly cool.

Clemens Krauss' life-size body portrait made of soft plastic evokes a mixture of amazement and shame at the transient, self-remembered physicality. Monica Cosnowska's portraits show children with the expression of a kind of adult seriousness, who are able to recognize themselves as creatures who still have their lives ahead of them. While Nevin Aladags video work with dance steps leads straight into a life-affirming lightness with a sense of spontaneity, Simone Lucas stages a young hybrid fantasy figure in the uncertain zone between being and appearance, art and non-existence. The brief reference in the picture "Mich gibt es nicht" (I do not exist) is reminiscent of early existential doubts that young people often feel within themselves as they mature.

The works seem to be in extreme contradiction to each other. Each one conveys surprising insights into the search for meaning of the young generation, which knows and practices consumerism as well as suffers from the uncertainty of uncertain existential and future fears.


Christina Kramer //// What Difference Do You Make ?

25.9. - 6.11.2020m //// Opening 25. September

Die raumbezogene Installation großformatiger, eigens für die Ausstellung entstandener, Siebdrucke auf Leinwand und Drucke auf Acrylglas erzeugt mit jedem Blickwinkel neue und unterschiedliche Wahrnehmungen und macht bewusst, wie entscheidend der eigene Standort für die Wahrnehmung ist. Christina Kramer schließt Störungen des Druckprozesses und zufällige Zustandsveränderungen nicht aus, sondern fordert sie im Gegenteil heraus. So offenbart sich dem Publikum nicht nur die Materialität des Drucks, sondern auch seine „Geschichte“. Unter Anleitung der Künstlerin können Besucher*innen in einem Siebdruck-Workshop selbst entdecken, welche Kraft von „Fehlern“ und Störungen ausgehen können, die im Alltagsleben so gut es geht vermieden werden.

 

English

The space-related installation of large-format silkscreens on canvas and prints on acrylic glass, created especially for the exhibition, creates new and different perceptions from every angle of view and makes us aware of how decisive our own location is for perception. Christina Kramer does not exclude disturbances of the printing process and random changes of state, but on the contrary challenges them. In this way, not only the materiality of the print is revealed to the audience, but also its "history". Under the guidance of the artist, visitors can discover for themselves in a screen printing workshop the power of "errors" and disturbances that are avoided as much as possible in everyday life.


Mikrowelten - zur Magie kleiner Formen

19.11.2020 - Jan 2021 //// Opening 19. November 2020

Wie verändert sich durch die Verschiebung von Maßstäben die eigene Wahrnehmung? Die ausgestellten Werke sensibilisieren für das Unscheinbare, das die Dimensionen der Wirklichkeit auflösen oder neu justieren kann. Nicht selten erscheint das Kleine nicht nur klein, sondern vor allem auch magisch, überraschend und raffiniert. Auf kleinstem Raum drängeln sich mal die erstaunlichsten Phänomene, die nicht nur mit der Reduktion von Größe und Masse, sondern vor allem mit der Steigerung von bewusster Wahrnehmung und Erinnerung zu tun haben. Grenzt die Wahrnehmung des Kleinen nicht an ein Wunder, das (noch) nichts Genaueres von sich selbst erfahren hat?

 

English

The image formats of the artist group Nartur go beyond the boundaries of the exhibition space and challenge the audience to a new orientation. The exhibited works sensitize the viewer to the inconspicuous, which can dissolve or readjust the dimensions of reality. It is not unusual for the small to appear not only small, but above all magical, surprising and refined. The most astonishing phenomena, which have to do not only with the reduction of size and mass, but above all with the intensification of conscious perception and memory, sometimes crowd into the smallest space. Doesn't the perception of the small border on a miracle that hasn't (yet) experienced anything more specific about itself?

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