Aktuelles

BAMBI GOES ART - Das Banale in der Kunst

Prof. Dr. Wolfgang Ulrich
Prof. Dr. Wolfgang Ulrich

Rahmenprogramm

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19 Uhr.
Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro
BAMBI GOES ART Vom Banalen in der zeitgenössischen Kunst
Wolfgang Ullrich im Gespräch mit Michael Kröger

Dinge die millionenfach reproduziert werden, erscheinen uns irgendwann endlos banal. Wenn Künstler eben diese Dinge ihrerseits in ihrer Banalität erkennen und in ihrer Banalität steigern und banalisieren, verschieben sich plötzlich alle Maßstäbe - das Banale wird zu einer Erfahrung des Anderen. Doch wie eigentlich wird etwas Unscheinbares plötzlich zum Banalen und meistens gleich als banal abgewertet? Ließe sich von einer Strategie des Banalisierens sprechen? Und welche Folgen hat das für die Kunst? Ausgehend von der aktuellen Ausstellung BAMBI GOES ART in hase29 diskutieren der renommierte Kulturkritiker, Kunstwissenschaftler und Medienphilosoph Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Leipzig, und der freie Kurator Dr. Michael Kröger, Osnabrück, eine bislang wenig beachtete Idee und Praxis zeitgenössisch-exklusiver Kunst und (Massen-) Kultur.

In Kooperation mit der VHS Osnabrück und dem Kunst und Museums- und Kunstverein Osnabrück

Donnerstag, 24.1.2019, 19.00 Uhr
Treffpunkt Dom, Eingang Forum, Eintritt frei
Gemeinsame Werkbesichtigung im Kreuzgang des Doms und der Marienkirche
ab ca. 19.30 Uhr in hase29, Eintritt frei
Via Lewandowsky, Good God - Zwischen Banalität und Ökumene Ein Gespräch mit dem Künstler sowie Michael Kröger, Kurator von Bambi Goes Art, Hermann Queckenstedt, Direktor des Diözesanmuseums sowie Frank Uhlhorn, Pastor der Gemeinde St. Marien mit anschließender Publikumsdiskussion.


1. Dezember 2018 bis zum 26. Januar 2019

Eröffnung: Samstag, 1. Dezember 2018, 18.30 Uhr
Begrüßung: Volker Bajus / Fraktionsvorsitzender der Grünen in Vertretung für den Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück
Einführung: Dr. Michael Kröger

KünstlerInnen:
Benjamin Bergmann, Renke Brandt, Claire Fontaine, Via Lewandowsky, Michael Müller, Quadrature, Thomas Rentmeister, Tobias Rehberger, Achim Riethmann, Marion Tischler, Susanne Tunn, Erwin Wurm.

660 H-Milch Verpackungen, Kupferrohre, handelsübliche Baumarkt-Utensilien wie Glühbirnen und Kunststoffverpackungsmaterial, eine Neon-Schrift, die als God und Good lesbar ist, eine Luftmatratze aus Gips, ein Künstlerportrait aus Würstchenformen – längst ist das profan Banalisierte Teil heutiger, exklusiver Kunst geworden.

Was macht das Banale für Künstlerinnen und Künstler so interessant? Ist das Banale und das Banalisierte so etwas wie das Wahre und Schöne des 21. Jahrhunderts? Wahr ist heute, dass fast alles zur Ware geworden ist; schön und schön anstrengend wird es, wenn scheinbar Banales plötzlich den Blick auf unser Leben verändert. Und damit auch einen Anlass für eine Verwandlung in Kunst erschafft. Gerade weil Banales uns durch endlose Reproduktionen so bekannt erscheint, bewegen sich dessen Objekte genau auf der Grenze zwischen Kunst und Alltag, Nichtkunst und verwandeltem Industrieprodukt. Wenn aus Objekten eines Alltäglich-Banalen plötzlich Momente einer magischen Verwandlung entstehen, wie verändert diese Erfahrung unseren Blick auf unsere Gegenwart? Wie eingeschränkt wäre unser (Alltags-)leben ohne die Irritationen und frechen Zumutungen zeitgenössischer Banalität?

Kurator Dr. Michael Kröger

Die Ausstellung wird gefördert von der Stadt Osnabrück und Herrenteichslaischaft.
Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht durch die Felicitas- und Werner Egerland Stiftung.

Eine Kooperation mit St. Marien und dem Bistum Osnabrück

1 December 2018 until 26 January 2019
 
Opening: Saturday, 1 December 2018, 6.30 p.m.
Greeting: Volker Bajus / leader of the Greens parliamentary group on behalf of the Lord Mayor of the City of Osnabrück
Introduction: Dr. Michael Kröger
 
Artists: Benjamin Bergmann, Renke Brandt, Claire Fontaine, Via Lewandowsky, Michael Müller, Quadrature, Thomas Rentmeister, Tobias Rehberger, Achim Riethmann, Marion Tischler, Susanne Tunn, Erwin Wurm.
 
660 UHT milk packaging, copper pipes, standard store utensils such as light bulbs and plastic packaging material, a neon writing that can be read as God and Good, an air mattress made of plaster, an artist's portrait made of sausage shapes - the profanely banalized part of today's exclusive art has long since become reality.
 
What makes the banal so interesting for artists? Is the banal and the banalized something like the true and beautiful of the 21st century? It is true today that almost everything has become a commodity; it becomes beautiful and exhausting when seemingly banal things suddenly change our view of life. And thus also creates an occasion for a transformation into art. Precisely because the banal seems so familiar to us through endless reproductions, its objects move precisely on the border between art and everyday life, non-art and transformed industrial product. If objects of an everyday banal suddenly become moments of magical transformation, how does this experience change our view of the present? How limited would our (everyday) life be without the irritations and impertinent demands of contemporary banality?
 
Curator Dr. Michael Kröger
 
The exhibition is sponsored by the city of Osnabrück and Herrenteichslaischaft.
The educational programme is made possible by the Felicitas and Werner Egerland Foundation.

A cooperation with St. Marien and the diocese of Osnabrück


Bildnachweis:

  • Erwin Wurm | Gigant klein, ich ideal, 2014, Courtesy Sammlung Wemhöner/Berlin © VG Bild-Kunst Bonn 2018
  • Benjamin Bergmann | Luftmatratze, 2011, Besitz des Künstlers © VG Bild-Kunst Bonn 2018
  • Via Lewandowsky | Vati hat den Faden verloren, 2010, Besitz des Künstlers © VG Bild-Kunst Bonn 2018
  • Marion Tischler | Ohne Titel, 2018 Bügelperlen, Spiegel In Besitz der Künstlerin © VG Bild-Kunst Bonn 2018
  • Tobias Rehberger | Infections, 2008 Installation von 10 Wandlampen (Klettverschluss, Sprühfarbe, Draht, Kabel, Sockel, Glühbirne) Infection 6BW7 Sammlung Marta, Dauerleihgabe Marta Freunde & Förderer e. V. © Marta Herford gGmbH, Fotograf: Hans Schröder
  • Susanne Tunn | REKORD – UNION, 2003-2018 Kohle, Schellack, Weißlack In Besitz der Künstlerin © VG Bild-Kunst Bonn 2018

Bildnachweis: Via Lewandowsky | Good God (Take it or leave it), 2018, Neon Besitz des Künstlers © VG Bild-Kunst Bonn 2018

Im Rahmen der Ausstellung "Bambi goes art“: Via Lewandowskys Neonarbeit „GOOD GOD (take it or leave it)“ ist in der Marienkirche und in der kleinen Kapelle im Kreuzgang des Doms zu besichtigen.“ Eine Kooperation zwischen hase29- Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück, St. Marien und dem Bistum Osnabrück.

join us on facebook