Kunstvermittlung

hase29 zeigt junge Kunst, die zum eigenen Experimentieren anregt. Im Austausch mit Künstlerinnen und Künstler erfahren Teilnehmende etwas über die Entstehung der Kunstwerke und den Ideen, die zum Kunstwerk geführt haben. Kinder und Jugendliche werden an die Kunst herangeführt und selbst kreativ. Im eigenen kreativen Prozess wechseln die Teilnehmer die Perspektive und Gedanken werden in andere Richtungen geleitet.

Anmeldung ist kostenfrei!
Per E-Mail: vermittlung@hase29.de
Persönlich: Birgit Kannengießer, 0160-4476474 oder 0541-46811

Kunst und Experimente

zur Ausstellung: landscoping - true places never are

Auf Reisen gehen oder: Ich packe in meinen Koffer...
Dauer: 1 ½ bis 3 Stunden


Bilder wie ein Tagebuch – wir begeben uns mit zwei niederländischen Künstlern auf Reisen durch Landschaften und ihren Geschichten. Wie durch ein Mikroskop blicken die Künstler Hans Lemmen und Stan Klamer auf Landschaften. Ihre Bilder sind wie eine Zustandsbeschreibung der Gesellschaft, die diese Landschaften geprägt haben. Wir sehen menschenähnliche Wesen, Hunde und Mischwesen in karger Ackerkultur oder eine Art Landkarten mit Gebrauchsgegenständen. Sind es Gerätschaften von Menschen, die die jeweilige Landschaft bevölkert haben? Bei Hans Lemmen und Stan Klamer werden Landschaften zum Spiegelbild moderner Zivilisation.

Stan Klamer reist eher von seinem Sessel aus. In seinem Atelier in Amsterdam mit Blick auf den Hafen liest er in Büchern, recherchiert in Enzyklopädien und beginnt seine Reise auf weißem Papier. Sein Zeichenpapier färbt er mit Aquarellfarbe, bevor er Wege oder Grenzen zeichnet und die Zwischenräume mit piktogrammartigen Gegenständen und Personen füllt. Durch Falten des Papiers entstehen Linien und Raster wie bei einer Landkarte, jedoch nutzt der Künstler diese Linien für seine farbige Gestaltung.

Hans Lemmens Reise beginnt dagegen gleich hinter seinem Haus. Dreimal täglich führt er seine Hunde in der industriell bewirtschafteten Landschaft aus. Auf einem Acker sammelt er regelmäßig Fundstücke ein. Dabei handelt es sich um Tonscherben und Faustkeile aus grauer Vorzeit. Diese regen die Fantasie des Künstlers an. Es entstehen Bilder mit mythischen Figuren und Geschichten. Wer hat dort gelebt? Was hat dort stattgefunden? Sein großformatiges Papier legt er zunächst auf den Boden seiner Bauerndiele, wo sich die Fußabdrücke von Hühnern und Hunden ansammeln. Dann, auf dem „schmutzigen“ Papier beginnt seine Reise in die Landschaft und Vergangenheit.

Unsere Reise beginnt mit der Herstellung eigener Landschaften. Nach einem Ausstellungsrundgang werden auch unsere Landschaften - angeregt von den Arbeiten der beiden Künstler - bevölkert werden. Unter Einsatz von Handy, Kohle und Stiften entstehen Wimmelbilder, aber auch Landschaften mit außergewöhnlichen Bewohnern. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Erfinden eigener Geschichten ist ausdrücklich erwünscht!


zur Ausstellung re:formed

  • 17. - 21. Juli von 11 – 15 Uhr, „KRACH BUMM BÄNG ZACK, Erzählen mit Comics“, 11 – 15 Jahre, Teilnahme kostenlos!
  • 24. - 28. Juli von 10.30 bis 15.30 Uhr, „Von Graffiti bis Infotafel: Schriften in unserer Stadt“, 11 – 15 Jahre, Teilnahme kostenlos! Anmeldung über Ferienpass Osnabrück oder StadtteilTreff Haste

Nicht ganz planvoll „re-formieren“ wir unsere Eindrücke von der Ausstellung und entwickeln ein Gemeinschaftswerk. Angeregt von der Arbeitsdisziplin der Künstlerin Lis Schröder, der Wortfindungsspezialistin und Interviewerin Sigrid Sandmann und dem Comiczeichner Oliver Grajewski werden wir nach vorgegeben (Spiel-)Regeln Gedanken, Begriffe, Sätze in Sprechblasen formulieren und wie beim Domino auf unterschiedliche Weise zusammensetzen. Gezeichnete Bilder dürfen ergänzt werden, so dass sich Text und Bild auf ganz spielerische Weise verbinden. Es entsteht eine Geschichte, die den Kunstraum nach und nach in Besitz nimmt.

Re-formieren unter Einsatz von selbstgemachter Knete, einer Schreibmaschine, Buchstabenkeksen und Druckbuchstaben.


zur Ausstellung „Gegenüber Tod“

Ein Stapel Tageszeitungen macht uns deutlich wie die Zeit vergeht. Jeden Tag gibt es neue Nachrichten und Bilder, alle hinterlassen Spuren in unserm Gedächtnis. Wir fragen: Wie stellen Künstler das Ende einer Lebensspur dar und was hat sie veranlasst? In der Ausstellung zeigen vier Künstler und eine Künstlerin Arbeiten, die ihre ganz persönliche Erfahrung mit dem Thema „Gegenüber Tod“ widerspiegeln. Teilweise arbeiten sie mit ungewöhnlichen Materialien, z. B. Recyclingmaterial oder sie zeichnen mit Blaubeersaft wie die Künstlerin Susanne von Bülow und nehmen dabei in Kauf, dass die Bilder irgendwann verschwinden.

Bei einem Ausstellungsrundgang betrachten wir die Werke näher und tauschen uns über unsere Eindrücke aus. Danach entwickeln wir unsere+ eigenen“ Lebensspuren“, Bilder von der Kindheit oder von heute.

In der Ausstellung „Gegenüber Tod“ konnten Kinder und Jugendliche, angeregt durch die Werke der KünstlerInnen ihre Ideen mit vergänglichen Materialien festhalten -eine Kartoffel als Druckstock, Ton als wandelbare Formmasse, Kohle und Rote Beete als auswischbare Farbe…. Viele der entstanden Arbeiten reflektieren allgemeine Lebensabschnitte oder auch ganz persönliche Lebensspuren. Durch das eigene kreative Arbeiten haben die Teilnehmenden die Werke der Ausstellung neu gesehen und sich auf individuelle Weise angeeignet.


Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht durch
Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht durch