Kunstvermittlung

hase29 zeigt junge Kunst, die zum eigenen Experimentieren anregt. Im Austausch mit Künstlerinnen und Künstler erfahren Teilnehmende etwas über die Entstehung der Kunstwerke und den Ideen, die zum Kunstwerk geführt haben. Kinder und Jugendliche werden an die Kunst herangeführt und selbst kreativ. Im eigenen kreativen Prozess wechseln die Teilnehmer die Perspektive und Gedanken werden in andere Richtungen geleitet.

Alle Angebote werden durch die Felicitas und Werner Egerland Stiftung ermöglicht und sind kostenfrei.


Anmeldung: vermittlung@hase29.de
Ihre Fragen klären wir gerne persönlich: Birgit Kannengießer, 0160-4476474 oder 0541-46811

Kunst und Experimente

Kreativ in den Samstag!

Die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst e.V. bietet Kindern ab 5 Jahren an, jeden dritten Samstag im Monat von 11 Uhr bis 14 Uhr, kreativ in den Tag zu starten. Die Kinder werden eingeladen – mit oder ohne ihre Eltern – die Kunst in der Galerie der Hase29 zu erkunden, zu entdecken und zu erforschen. Wie haben die Künstler ihre Arbeiten hergestellt, welche Materialien, welche Farben haben sie verwendet? Erzählen die Künstler eine Geschichte oder ist es ein Spiel der Formen? Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf der eigenständigen Entwicklung von Arbeiten, die sich orientiert an der Herangehensweise der vorgestellten Künstler.

 

Kosten: 3€ (für Material)


Archiv: vergangene Angebote

Zur Ausstellung: BIOS

Perspektivwechsel. Erst die Kunst und dann…
Experimentieren - Gestalten – Kuratieren: Schüler machen Ausstellungen
hase29 wird zum Labor für experimentelle Kunst: Die Werke der Ausstellungen geben vielfältige Anlässe um unterschiedliche Gestaltungsansätze kennenzulernen und selbst kreativ zu werden. Techniken und Material variieren in den vier Ausstellungsblöcken. Gearbeitet wird vor den Werken der Ausstellung und im Atelier. Der Clou: Am Ende kuratieren die Jugendlichen ihre eigene Ausstellung und laden die Öffentlichkeit zur Eröffnung ein.


WE MEET BIOS - Ausstellung mit Arbeiten von Schülerinnen und Schülern

Lerngruppen aus drei Schulen begegnen in wechselnden Ausstellungen immer wieder neuen Kunstwerken.

Über drei Monate haben die Jugendlichen im Kunstraum hase29 in den vier BIOS Ausstellungen Kunstwerke und unterschiedliche künstlerische Techniken kennen gelernt, die sie anschließen unter Anleitung von Künstlerin Birgit Kannengießer im hase29-Atelier selbst erprobt haben. So lautete denn auch der Titel der Ausstellung WE MEET BIOS, zu der die Schülerinnen und Schüler am Samstag, 27.1.2018 eingeladen haben. Ihre Objekte, Collagen und Malereien präsentierten sie einem zahlreichen Publikum. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Geschwister zeigten sich beeindruckt und ließen sich von den jungen Kunstschaffenden durch die Ausstellung führen, während die Künstlerinnen und Künstler der BIOS Ausstellung zur Finissage ihres Austauschprojekts einluden.


BIOS 1
Spannende Experimente nicht nur mit Wasser, Spüli und Tinte wie die Künstlerinnen Angelika Höger und Lucie Marsmannn sondern auch den Entstehungsprozess der Skulpturen von Frank Gillich haben die Teilnehmenden in praktischen Übungen nachvollzogen. Aus mitgebrachten Fundstücken, vom Schuh bis zum Kronkorken, haben die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgänge Objekte geschaffen, die sie anschließend entweder mit einer Papierschicht überzogen oder mit Farbe besprüht haben. Aus Materialcollagen entstanden vielgestaltige Objekte, die ihr Zustandekommen aber unter dem farbigen Überzug als Geheimnis bewahren.


Bios 2
Wie können gleiche und dennoch amorphe Formen im Gleichgewicht gehalten werden, wenn sie hoch aufgestapelt werden? Mit Eierpappen haben die Teilnehmenden der Workshops die Formensprache der Bildhauerin Caro Enax nachempfunden und im gemeinsamen Prozess ein Kunstwerk entstehen lassen. Lars Rosenbohms großformatige Collagebilder regten dazu an, aus mitgebrachtem Material eigene Kompositionen zu entwickeln. Auch die Linienführung in den Werken des Bildhauers Robert Stieve wurde von den Workshop Teilnehmenden mit Kamm, Zahnspachtel und Kartoffel nachempfunden.


Bios 3
Angeregt von den Bildern des Malers Josef Brune haben die Schülerinnen und Schüler mit langstieligen Pinseln und viel flüssiger Farbe eigene, großformatige und farbintensive Landschaften gemalt, die sie wie der Künstler als Abstraktionen von Landschaftsaufnahmen entwickelt haben. Die Komposition der Rauminstallation von Merle Lehmbeck wurden zum Anlass genommen, mit Schaschlickspießen eigene Formen zu entwickeln und diese auf der Fläche anzuordnen. Dabei wurde den Teilnehmenden bewusst, dass diese Arbeit auch eine Form der Auseinandersetzung mit der Frage ist: „Bin ich ein „ordentlicher“ oder eher ein "Chaos Mensch?“

Bios 4

Die Bilder in der Ausstellung BIOS 4 erzählten auf unterschiedliche Weise Geschichten von Umweltkatastrophen, Alpträumen oder Kinofilmen. Unter dem Eindruck der Kunstwerke von Hendrik Spiess, Helene Wolf und Gabriele Undine Meier haben die Kinder und Jugendlichen mit Knetgummi und Spielzeugautos, alten Fotografien und Pergamin Papier und Zeitungsausschnitten selbst kleine, unwirkliche Szenen bildnerisch und plastisch dargestellt.


zur Ausstellung: landscoping - true places never are

Auf Reisen gehen oder: Ich packe in meinen Koffer...
Dauer: 1 ½ bis 3 Stunden


Bilder wie ein Tagebuch – wir begeben uns mit zwei niederländischen Künstlern auf Reisen durch Landschaften und ihren Geschichten. Wie durch ein Mikroskop blicken die Künstler Hans Lemmen und Stan Klamer auf Landschaften. Ihre Bilder sind wie eine Zustandsbeschreibung der Gesellschaft, die diese Landschaften geprägt haben. Wir sehen menschenähnliche Wesen, Hunde und Mischwesen in karger Ackerkultur oder eine Art Landkarten mit Gebrauchsgegenständen. Sind es Gerätschaften von Menschen, die die jeweilige Landschaft bevölkert haben? Bei Hans Lemmen und Stan Klamer werden Landschaften zum Spiegelbild moderner Zivilisation.

Stan Klamer reist eher von seinem Sessel aus. In seinem Atelier in Amsterdam mit Blick auf den Hafen liest er in Büchern, recherchiert in Enzyklopädien und beginnt seine Reise auf weißem Papier. Sein Zeichenpapier färbt er mit Aquarellfarbe, bevor er Wege oder Grenzen zeichnet und die Zwischenräume mit piktogrammartigen Gegenständen und Personen füllt. Durch Falten des Papiers entstehen Linien und Raster wie bei einer Landkarte, jedoch nutzt der Künstler diese Linien für seine farbige Gestaltung.

Hans Lemmens Reise beginnt dagegen gleich hinter seinem Haus. Dreimal täglich führt er seine Hunde in der industriell bewirtschafteten Landschaft aus. Auf einem Acker sammelt er regelmäßig Fundstücke ein. Dabei handelt es sich um Tonscherben und Faustkeile aus grauer Vorzeit. Diese regen die Fantasie des Künstlers an. Es entstehen Bilder mit mythischen Figuren und Geschichten. Wer hat dort gelebt? Was hat dort stattgefunden? Sein großformatiges Papier legt er zunächst auf den Boden seiner Bauerndiele, wo sich die Fußabdrücke von Hühnern und Hunden ansammeln. Dann, auf dem „schmutzigen“ Papier beginnt seine Reise in die Landschaft und Vergangenheit.

Unsere Reise beginnt mit der Herstellung eigener Landschaften. Nach einem Ausstellungsrundgang werden auch unsere Landschaften - angeregt von den Arbeiten der beiden Künstler - bevölkert werden. Unter Einsatz von Handy, Kohle und Stiften entstehen Wimmelbilder, aber auch Landschaften mit außergewöhnlichen Bewohnern. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Erfinden eigener Geschichten ist ausdrücklich erwünscht!


zur Ausstellung: re:formed

  • 17. - 21. Juli von 11 – 15 Uhr, „KRACH BUMM BÄNG ZACK, Erzählen mit Comics“, 11 – 15 Jahre, Teilnahme kostenlos!
  • 24. - 28. Juli von 10.30 bis 15.30 Uhr, „Von Graffiti bis Infotafel: Schriften in unserer Stadt“, 11 – 15 Jahre, Teilnahme kostenlos! Anmeldung über Ferienpass Osnabrück oder StadtteilTreff Haste

Nicht ganz planvoll „re-formieren“ wir unsere Eindrücke von der Ausstellung und entwickeln ein Gemeinschaftswerk. Angeregt von der Arbeitsdisziplin der Künstlerin Lis Schröder, der Wortfindungsspezialistin und Interviewerin Sigrid Sandmann und dem Comiczeichner Oliver Grajewski werden wir nach vorgegeben (Spiel-)Regeln Gedanken, Begriffe, Sätze in Sprechblasen formulieren und wie beim Domino auf unterschiedliche Weise zusammensetzen. Gezeichnete Bilder dürfen ergänzt werden, so dass sich Text und Bild auf ganz spielerische Weise verbinden. Es entsteht eine Geschichte, die den Kunstraum nach und nach in Besitz nimmt.

Re-formieren unter Einsatz von selbstgemachter Knete, einer Schreibmaschine, Buchstabenkeksen und Druckbuchstaben.


zur Ausstellung: Gegenüber Tod

Ein Stapel Tageszeitungen macht uns deutlich wie die Zeit vergeht. Jeden Tag gibt es neue Nachrichten und Bilder, alle hinterlassen Spuren in unserm Gedächtnis. Wir fragen: Wie stellen Künstler das Ende einer Lebensspur dar und was hat sie veranlasst? In der Ausstellung zeigen vier Künstler und eine Künstlerin Arbeiten, die ihre ganz persönliche Erfahrung mit dem Thema „Gegenüber Tod“ widerspiegeln. Teilweise arbeiten sie mit ungewöhnlichen Materialien, z. B. Recyclingmaterial oder sie zeichnen mit Blaubeersaft wie die Künstlerin Susanne von Bülow und nehmen dabei in Kauf, dass die Bilder irgendwann verschwinden.

Bei einem Ausstellungsrundgang betrachten wir die Werke näher und tauschen uns über unsere Eindrücke aus. Danach entwickeln wir unsere+ eigenen“ Lebensspuren“, Bilder von der Kindheit oder von heute.

In der Ausstellung „Gegenüber Tod“ konnten Kinder und Jugendliche, angeregt durch die Werke der KünstlerInnen ihre Ideen mit vergänglichen Materialien festhalten -eine Kartoffel als Druckstock, Ton als wandelbare Formmasse, Kohle und Rote Beete als auswischbare Farbe…. Viele der entstanden Arbeiten reflektieren allgemeine Lebensabschnitte oder auch ganz persönliche Lebensspuren. Durch das eigene kreative Arbeiten haben die Teilnehmenden die Werke der Ausstellung neu gesehen und sich auf individuelle Weise angeeignet.


Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht durch
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